Rollenspiel-Gruppe «Löwenpower» – Resilienzförderung in der Primarschule

Löwenpower

«Löwenpower» ist eine Rollenspiel-Gruppe für Schulkinder, welche die Schuldienste/Schulunterstützung Kriens in Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychotherapie und Fortbildung Luzern (IPF Luzern) schulnah anbieten. Wir wollen mit gezielte Frühintervention und Prävention im schulischen Kontext ein Entlastungsangebot schaffen, dass die Kinder, ihre Familien und auch die Schulen stärkt.

Löwengruppe
Das primäre Ziel ist  die Stärkung und Förderung von Resilienz (psychische Widerstandskraft), um ungünstige Entwicklungen bei vulnerablen Schulkindern oder bereits gefährdeten schulischen und/oder psychosozialen Kindheitsentwicklungen entgegenzuwirken.

Die Kinder werden in einer stabilen Kleingruppe (max. 6) unterstützt, ihr Sozialverhalten, ihre Emotionen, ihre Bedürfnisse und Beziehungen (zu sich, zu anderen Kindern und gegenüber den Leitenden) bewusster zu verstehen, ihre Verhaltensimpulse zu steuern und konstruktive Verhaltensimpulse einzuüben und in ihr Verhaltensrepertoire zu integrieren.

 

Teilnehmen können Schulkinder im Alter von 6 – 11 Jahren, welche…

… als impulsiv, aggressiv oder wenig führbar wahrgenommen werden

… gehemmt, ängstlich, leicht kränkbar sind

… kaum alleine und/oder mit anderen spielen können

 … mit ihrem Verhalten (externales und internales) im schulischen Kontext auffallen.

Kindergruppe

Durchführung

Für das Schuljahr 2025/2026 wird das Projekt Löwenpower wieder in Kriens fortgeführt. Es wird eine Rollenspielgruppe angeboten. Pro Schuljahr stehen neu zwölf Plätze für Krienser Primarschulkinder aus den Klassenstufen obl. KG bis 5. PS zur Verfügung.

Anmeldungen werden bis zu den Herbstferien 2025 angenommen, danach werden die 2 Gruppen jeweils wöchentlich (Schulferien ausgenommen) 18 Mal unter der Leitung von zwei Fachpersonen durchgeführt.

Gruppe 1 im Schulhaus Bleiche mit Martina Anliker und Sebastian Zollinger:                                                    Mittwoch 13.30 – 14.45 Uhr

Gruppe 2 im Schulhaus Bleiche mit Martina Anliker und Sebastian Zollinger:                                                    Montag 16.15 – 17.30 Uhr

 

Anmeldung

Eine Anmeldung kann direkt telefonisch durch die Eltern oder schriftlich durch die Schule (im Einverständnis der Eltern) bei der Leiterin Schuldienste/Schulunterstützung (myriam.achermann@volksschule-kriens.ch / 041 329 61 35) gemacht werden. Anschliessend erfolgt ein persönliches Gespräch mit der Gruppenleitung. Somit können das Kind und die Eltern sowie die Gruppenleitung gemeinsam entscheiden, ob die Resilienz-Gruppe das passende Angebot für das Kind ist.

 

Kosten

Für die teilnehmenden Familien entstehen keine Kosten.

 

Fragen und Spenden

Haben Sie Fragen oder ein persönliches Interesse unser Projekt «Löwenpower» – Resilienzförderung für speziell vulnerable Kinder zu unterstützen? Wir freuen uns über Ihre Kontaktnahme.

 

Anmeldung:
IPF Luzern: Martina Anliker  
Leitung SPD Kriens: Myriam Achermann
IPF Luzern: Thomas Tanner  
Psychologe Luzern - Sebastian Zollinger
Bei Fragen zum Projekt: 
Sebastian Zollinger 078 653 78 23

Studie zur Wirkung des Löwenpower – von Saira Bassi (Masterarbeit ZHAW)

Die Studie untersuchte, welche Veränderungen bei Kindern nach einer resilienzfördernden Gruppentherapie („Löwenpower“) mit Kinderpsychodrama-Rollenspielen auftreten. Insgesamt nahmen 14 Kinder im Alter von 6–12 Jahren teil. Ziel war es zu prüfen, ob sich nach der Therapie Veränderungen in inneren Anteilen, Verhalten und Resilienzfaktoren zeigen. 

1. Veränderungen im Integrationsprozess der inneren Anteile
Vor der Therapie zeigte sich bei allen Kindern ein ähnliches Muster:
  • Die Problemseite dominierte (z. B. Angst, Aggression, Kontrollbedürfnis).
  • Das Selbst war oft überfordert, die inneren Anteile zu steuern.
  • Die Ressourcenseite war wenig präsent.
  • Die inneren Anteile standen häufig in Konflikt miteinander
Nach der Gruppentherapie konnten mehrere Veränderungen beobachtet werden:
  • Die Ressourcenseite trat stärker in den Vordergrund.
  • Das Selbst konnte die inneren Anteile besser regulieren und steuern.
  • Die Problemseite wurde weniger dominant.
  • Die inneren Anteile arbeiteten kooperativer zusammen.
  • Problematische Reaktionen wurden flexibler und weniger impulsiv
Diese Veränderungen deuten darauf hin, dass die Therapie dazu beitrug, die Integration der Persönlichkeitsanteile zu verbessern.

2. Veränderungen bei Verhaltensauffälligkeiten
Aggressive und impulsive Kinder
Bei Kindern mit aggressivem oder impulsivem Verhalten zeigte sich:
  • bessere Impulskontrolle
  • weniger aggressive Reaktionen
  • bessere Selbststeuerung
  • bessere Konzentration und mehr Fähigkeit, still zu sitzen. 
Ängstliche und gehemmte Kinder
Bei eher unsicheren oder zurückhaltenden Kindern wurden folgende Veränderungen beobachtet:
  • mehr Selbstvertrauen
  • höhere Selbstwirksamkeit
  • größere Durchsetzungsfähigkeit
  • sie trauten sich eher, ihre Meinung zu sagen. 
Bewältigung von Problemsituationen
Ein weiterer wichtiger Effekt war:
  • Kinder holten sich häufiger Hilfe bei Erwachsenen oder Lehrpersonen
  • sie vertrauten mehr darauf, Unterstützung zu bekommen
Dies deutet auf eine Verbesserung der sozialen Bewältigungsstrategien hin.

3. Ergebnisse der Fragebögen
Beim SDQ-Fragebogen und TRF-Lehrerfragebogen zeigten sich ähnliche Tendenzen. Die Kinder zeigte mehrheitlich weniger Symptome und eine geringere Belastung.
Aufgrund der kleinen Stichprobe wurden diese Ergebnisse jedoch nur beschreibend ausgewertet.

4. Gesamtfazit der Ergebnisse
Die Ergebnisse deuten an, dass die Psychodrama-Gruppentherapie:
  • Resilienzfaktoren stärkt
  • Selbstregulation verbessert
  • Selbstwirksamkeit und Selbstbewusstsein erhöht
  • Bewältigungsstrategien in Problemsituationen fördert
Allerdings konnten nicht bei allen Kindern Veränderungen beobachtet werden, und aufgrund des Studiendesigns und der geringen Stichprobe lassen sich keine Ursache-Wirkungs-Aussagen treffen. 

 

Partner

Geschätzte Sponsoren, Förderer und Partner. Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihre wertvolle und grosszügige Unterstützung!

 – Die Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen

David Bruderer Stiftung

 – Psychodrama Helvetia 

 

Diese Website verwendet Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Indem Sie diese Website nutzen, erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Details finden Sie in der Datenschutzerklärung. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen